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Pelassa
Im Roero, dem piemontesischen Streifen sandiger, quarzreicher Böden, der neunzehn Gemeinden umfasst, deckt Pelassa die gesamte Palette einer einzigen, vielseitigen DOCG ab. Die Bezeichnung ruht auf drei Säulen: dem Nebbiolo für strukturierte Rotweine, dem Arneis für zarte Weißweine und Spumante, sowie ergänzenden, nicht-aromatischen Rebsorten, die das Bild abrunden. Eine einzige Denomination also, aber so vielschichtig, dass sie vom Weingut die Beherrschung gegensätzlicher Stilrichtungen erfordert. Die Protokolle legen anspruchsvolle Parameter fest – mindestens 12,5 % Alkohol und zwanzig Monate Reifung – die darauf abzielen, den geschichteten mineralischen Charakter zu extrahieren, den der Sandstein diesen Weinen verleiht. Pelassa lenkt ein technisch anspruchsvolles Terroir, das aus bröckeligen Böden und starken Hanglagen besteht, zu Weinen von authentischer Komplexität. Der Wert des Produzenten liegt genau in der Steuerung dieser internen Vielfalt: das Rückgrat des Nebbiolo mit der Frische des Arneis in Einklang zu bringen, ohne dass das eine das andere überwiegt, und so die doppelte Natur, rot und weiß, einer Region ins Glas zu bringen, die eine Geschmacksnivellierung ablehnt.
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