✓ Vom Konsortium bestätigt
Pietraserena
Pietraserena bewegt sich zwischen zwei toskanischen Maßstäben, die mit bewusster Kohärenz in Spannung gehalten werden. Der erste ist der enge der Vernaccia di San Gimignano, der weiße DOCG, der an eine einzige Gemeinde gebunden ist, erkennbar an seiner mineralischen Textur und einem Alkoholgehalt, der bei 11,5 % beginnt. Der zweite öffnet sich hingegen dem regionalen Horizont des Toscano IGT, wo das Weingut Sangiovese und Canaiolo Nero für Rotweine sowie lokale Rebsorten für Weiß- und Roséweine verarbeitet. Diese doppelte Positionierung beschreibt gut die Produktionslogik: Einerseits die Zugehörigkeit zu einer begrenzten und identitätsstiftenden Appellation, andererseits die Freiheit eines breiteren Rahmens, der es ermöglicht, in Farben und Stilen zu variieren. Vernaccia und IGT widersprechen sich nicht, sondern markieren die beiden Pole, innerhalb derer das Weingut sein Angebot definiert, zwischen der Strenge des Namens San Gimignano und der Vielseitigkeit des regionalen Ausdrucks. Der Schwerpunkt bleibt die einzelne Gemeinde, aber der IGT erweitert ihren Atem, ohne ihre Identität zu verwässern.
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