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Poggio Sorbello
Poggio Sorbello arbeitet innerhalb der einzigen Denomination Toscano IGT, einem sehr weiten Gebiet, das zweihundertsiebenundsiebzig Gemeinden umfasst und dem Weingut viel Interpretationsspielraum lässt. Drei Rebsorten definieren seine Grammatik: der Sangiovese für die Struktur, der Trebbiano Toscano für die Weißweine und der Canaiolo Nero zur Vervollständigung der Rotweinpalette. Daraus entstehen Weiß-, Rot- und Roséweine, die den Mindestalkoholgehalt von elf Grad erreichen, jeder so konzipiert, dass er die Frucht nicht überfordert. Mehr als ein Sortiment liest man hier eine Methode. Der Weinberg wird als voneinander abhängiger Organismus behandelt, wo das Gleichgewicht der Umwelt ebenso zählt wie die Wahl der Rebsorte, und jede Flasche spiegelt diese Arbeitslogik noch vor dem Geschmack wider. Es ist eine nüchterne Interpretation der elastischsten Denomination der Toskana: keine Proklamationen, nur der Wille, die Ernte mit dem natürlichen Rhythmus des Ortes in Einklang zu bringen, ohne menschliches Eingreifen dem Atem des lebenden Systems, aus dem der Wein stammt, zu überlagern.
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