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Fattoria Castello di Volpaia
Radda in Chianti · Provinz Siena · Toscana
In Radda in Chianti, auf über vierhundert Metern Höhe, trägt die Fattoria Castello di Volpaia einen Nachnamen, der dem Florenz der Renaissance angehört: jener Familie Della Volpaia, die Sonnenuhren und Armillarsphären baute und aus der Lorenzo, ein Mitarbeiter Leonardo da Vincis, hervorging. Die dokumentierten Wurzeln reichen bis ins Jahr 1172 zurück, doch das Unternehmen, das heute von der Familie Mascheroni Stianti geführt wird, ist ein lebendiger landwirtschaftlicher Organismus, kein Museum. Fünfundvierzig Hektar Weinberge – Sangiovese, Trebbiano Toscano, Canaiolo Nero – liegen auf hochgelegenen Sandsteinböden, die straffe, langlebige Rotweine hervorbringen. Die einzige Denomination, der Toscano IGT, ist hier die Stimme einer Landschaft mehr als die einer einzelnen Flasche: Um die Reben herum wachsen Gemüsegärten, und die Kellerei betont diese Verbindung zwischen Weinberg und kultiviertem Land als Maßstab ihrer Arbeit. Wer nach Volpaia hinaufsteigt, findet beides – die Weine und das Gemüse des Betriebs – und versteht, dass das eine das andere erklärt. Der Aufstieg zum Dorf lohnt sich für eine Verkostung, die im Glas beginnt und im Gemüsegarten endet.
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