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Paolo Sandri
Paolo Sandri arbeitet innerhalb der DOCG Roero, wo zwei Rebsorten die Aufgaben teilen: Nebbiolo definiert die Rotweine, Arneis verankert Weißweine und Schaumweine. Es ist eine einzige Denomination, aber mit zwei Gesichtern, und Sandri durchläuft sie vollständig, anstatt nur ein Register zu wählen. Einerseits die strukturierten Rotweine, die die Mindestgrenze von 12,5 % Alkohol und die in der Region vorgesehenen langen Reifezeiten einhalten; andererseits die frischen Weißweine, die auf der mineralischen Präzision des Arneis aufbauen. Die Arbeit findet in den neunzehn Gemeinden des Roero statt, auf sandigen und kalkhaltigen Böden, die das Gleichgewicht zwischen Kraft und Finesse erklären: Der Sand lockert auf, der Kalk verleiht Spannung. Sandri extrahiert aus dieser Kombination sowohl den Körper des Nebbiolo als auch die klare Schnittigkeit des Arneis und vereint in einer einzigen Denomination zwei gegensätzliche Auffassungen von Wein. Eine vollständige Interpretation des Roero, wo dasselbe Terroir je nach Rebsorte sowohl ein Rotwein zum Warten als auch ein Weißwein von unmittelbarer Frische sein kann.
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